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Cusco - Hauptstadt der Inka und Nabel der Welt

Festung von SacsayhuamanRund 300 km nordwestliche des Titikakasee liegt eine der wohl meistbesuchtesten und bekanntesten Regionen Perus: die Inka-Ausgrabungsstätte Machu Picchu und deren Ausgangspunkt, die alte Inka-Hauptstadt Cusco, beides seit den 1980ger Jahren Weltkulturerbe der Menschheit.

Cusco liegt im Süden Perus in den Anden, auf einer Höhe von 3250 m. Berühmtheit erlangte die Stadt, die von den Inkas „die Heilige Stadt“ genannt wurde, als Hauptstadt eines der größten Reiche vor Ankunft der Europäer in Südamerika. Der Name Cusco bedeutet auf Quechua - der Sprache der Inka - "Nabel der Welt". Diese Bezeichnung erhielt die Stadt wegen ihrer Lage als Drehkreuz inmitten eines dichten Wegenetzes, das von Südkolumbien bis Nordargentinien und Chile reichte. Verglichen werden kann die frühere Bedeutung Cuscos wohl mit dem alten Rom, es war wohl in seinem Einzugsgebiet ebenso mächte und vermutlich sehr viel reicher. Die königlichen Paläste waren zur Blütezeit der Inka mit Gold verkleidet!

Die wechselvolle Geschichte der Stadt, die mit Sicherheit zu den interessantesten Südamerikas gehört, hat ein reizvolles Stadtbild hinterlassen. Bis heute beeindruckt die Stadt, mit ihren zahlreichen Ruinen und Bauten aus der Zeit der Inka und der nachfolgenden Kolonisation ist sie einen Aufenthalt wert. Die zahlreichen Museen der Stadt beschäftigen sich hauptsächlich mit der Kultur und Geschichte der Inka und der nachfolgenden Bewohner.

Besichtigt werden heutzutage von den meisten Besuchern die vier oberhalb von Cusco gelegenen Inkaruinen Tambomachay, Puka Pukara, Qenko und Saqsayhuaman. Die Wasserstätte Tambomachay liegt 8km von der Stadt entfernt, noch heute ergießt sich das Wasser durch steinerne Kanäle in die Becken. Bis heute ist nicht restlos geklärt, ob es sich um den Landsitz des Incas Tupac Yupanki handelte, oder um eine Art Wasserheiligtum. Die riesige Anlage Saqsayhuaman (auch Saqsaywaman geschrieben) beeindruckt mit ihren Monolithsteinen und ihrer Größe von über 2,5 ha. Es ist die imposanteste Anlage in der nahen Umgebung Cuscos und bietet einen Vorgeschmack auf die Ruinenanlagen im Heiligen Tal und das berühmte Machu Picchu. Die kleine Bergfestung Puka Pukara, etwa 6 km von Saqsayhuaman entfernt, war wohl ein Lager- und kontrollposten. Qenko - oder Q´enqo - ein Fest- und Kulturplatz der Inka mit rituell genutzer Höhle. Bevor es dann wieder hinunter in die Stadt geht, wird der Besucher mit einem einmaligen Blick über das Tal, in dem Cusco, belohnt.

In der Stadt selbst lohnt die Plaza de Armas einen Besuch. Sie war schon zu Inkazeiten Teil desIn Cusco Hauptplatzes, der damals fast doppelt so groß war und Huacaypata hieß. Außerdem ist der Inkatempel Qoricancha sehenswert, in dessen Inneren es zu Inkazeiten eine große goldene Scheibe gab, die die Sonnengottheit Inti repräsentierte und eine der wichtigsten Heiligtümer der Inkakultur war. Da die Spanier die Besonderheit dieses Ortes erkannten, zerstörten sie einen Grossteil des Gebäudes und setzten auf dessen Grundmauern das Konvent Santo Domingo. Nicht ausgelassen werden sollte auf einer Stadtbesichtigung die Calle Hatunrumiyoc ("Großer Stein" in Quechua). Hier findet sich die Mauer eines ehemaligen Inkapalastes, die ein hervorragendes Beispiel für die fugenlosen Steinmauern der Inkakultur ist.

 

Quelle der Fotos: Cesar_Vega_PromPeru / Ottos Tours

Geposted am 04.11.2011 unter

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