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Wußten Sie, dass Deutschland 24 Mal in Brasilien passt? Es ist der fünftgrößte Staat der Welt und das mit Abstand größte Land Südamerikas. Brasilien lässt sich landschaftlich in fünf unterschiedliche Regionen gliedern: das Amazonasgebiet im Norden, den Nordosten, den Südosten, den Süden und den Mittleren Westen. Nachfolgend stellen wir Ihnen diese Regionen und ihre Hauptsehenswürdigkeiten vor.

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Das Amazonasgebiet im Norden

Brasilien - Sonnenuntergang ueber dem Amazonas
© Embratur Dilvugacao / Ministerio de Turismo

Das Amazonasgebiet im Norden des Landes ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Paradies. Der üppige, undurchdringliche tropische Regenwald nimmt beinahe die Hälfte der gesamten Staatsfläche Brasiliens ein und ist somit auch das größte Gebiet seiner Art der Welt. Der Wald wird von West nach Ost vom Amazonas, dem mächtigsten Fluss der Welt, durchzogen. Er spendet dem Urwald Leben und macht ihn zu einem einzigartigen Biotop. Hier herrscht äquatoriales Klima, das heißt es ist ganzjährig heiß und die Niederschlagsmenge ist hoch. Dadurch konnten sich im Dschungel außerordentlich viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten entwickeln, auch äußerst seltene Spezies sind hier beheimatet.
Im dichten Amazonas-Urwald kann man spannende Wanderungen unternehmen, Tiere beobachten, viel über Pflanzen und Kräuterkunde lernen und mit einem Kanu über die zahlreichen Flussarme gleiten, denn viele Regionen sind nur per Boot erreichbar. Mehrere Indianerstämme leben hier, die den Touristen gerne ihre Kultur, uralte Bräuche und Traditionen näher bringen.
Die wichtigste Stadt im Amazonasgebiet ist Manaus. Durch den Kautschukboom, der Ende des 19. Jahrhunderts einsetzte, gelangte die Stadt zu enormen Reichtum. Manaus zeichnet sich durch seine breiten Straßen, weitläufigen Plätze und herrlichen Gebäude aus einer vergangenen Zeit aus.

Der Nordosten

Brasilien - Strand von Maceio
© Christian Knepper Embratur / Ministerio de Turismo

Der Nordosten Brasiliens ist extrem heiß und trocken. Einst war dies die reichste Region des Landes, weshalb man heute noch viele wunderschöne Kolonialbauten in Städten wie Salvador, Maceió oder Recife bewundern kann.
Im Nordosten vermischen sich viele Kulturen, und Tradition und Folklore sind hier sehr lebendig. Die schönsten Strände des Landes befinden sich an dem Küstenstreifen zwischen Recife und Salvador. Das endlos scheinende, türkisfarbene Meer umspült perlweiße Strände und ist perfekt geeignet zum Schnorcheln, Baden und Entspannen.
Doch auch das spärlich besiedelte Innere des Landes birgt sehenswerte Landschaften, wie das Hinterland des Bundesstaates Pernambuco und einige Nationalparks.

Der Südosten

Brasilien - Rio de Janeiro - Yachthafen und Zuckerhut
© Beto Garavello - Lume / Ministerio de Turismo

Im Südosten befinden sich die größten Städte des Landes und bilden sein wirtschaftliches Zentrum, bestehend aus São Paulo, Rio de Janeiro und Belo Horizonte. Ein großer Teil der Bevölkerung hat sich hier angesiedelt. Das Wetter ist tropisch-warm und in den Wintermonaten feucht.
São Paulo gehört zu den größten Städten der Welt und ist sowohl kulturelles, künstlerisches, musikalisches als auch gastronomisches Zentrum des Landes. Trotz der enormen Größe der Stadt sind alle Sehenswürdigkeiten zentral und wunderbar erreichbar gelegen. Dazu zählen unter anderem gotische sowie barocke Kirchen und das Stadtmuseum.
Rio de Janeiro ist zweifelsfrei eine der schönsten Städte der Welt. Ein Muss für jeden Besucher ist eine Fahrt mit der historischen Eisenbahn zur Christusstatue, die auf dem Corcovado über die Stadt wacht, sowie eine Seilbahnfahrt auf den Zuckerhut, von welchem man einen atemberaubenden Blick bis hin zu den zauberhaften Stränden der Copacabana hat. Außerdem besitzt die Stadt einen enormen Reichtum an historischen Gebäuden, Theatern und Museen und ist durch die vielen städtischen Parks überraschend grün.
Belo Horizonte war die erste geplante Stadt Brasiliens, dennoch hat sie ihren ganz eigenen Charme und ist einen Besuch wert. Die vielen interessanten Museen der Stadt sind besonders sehenswert.

Der Süden

Brasilien - Wasserfaelle von Iguazu
© Southern Sky Tours

Im Süden des Landes, mit seinen warmen Sommern und kalten Wintern, wird auf den weiten Ebenen vor allem Landwirtschaft und Viehzucht betrieben. Doch auch wirtschaftlich ist dieser Landesteil gut entwickelt und da er lange Zeit von deutschen, italienischen und osteuropäischen Einwanderern besiedelt wurde, gilt er als europäischster Teil Brasiliens.
Hier, im Länderdreieck Brasilien, Paraguay, Argentinien befindet sich auch das wohl bekannteste Naturdenkmal Südamerikas: die Wasserfälle von Iguazú. Diese liefern ein einmaliges und atemberaubendes Naturschauspiel. Insgesamt 275 kleinere und größere Wasserfälle, von denen einige über 80 Meter hoch sind, sammeln sich hier auf einer Ausdehnung von circa drei Kilometern und stürzen in die Tiefe, wodurch dichter Sprühnebel und unzählige Regenbogen entstehen. Es gibt zahlreiche Wanderwege entlang der Wasserfälle, sowie die Möglichkeit, den Kaskaden mit Booten ganz nah zu kommen.

Der Mittlere Westen

Brasilien - Kathedrale in Brasilia
© Luiz Trazzi Martins / Minsterio de Turismo

Die am dünnsten besiedelte Region Brasiliens ist der Mittlere Westen. Das Klima im größten Teil dieser Gegend ist warm mit geringem Niederschlag, weshalb das vorherrschende Landschaftsbild aus Grasland und weiten Steppen besteht.
Hier befindet sich jedoch auch das Feuchtgebiet des Pantanal, eines der größten Tier- und Pflanzenreservate der Welt. Dieser Ort ist bestens geeignet, um Tiere in der Natur zu beobachten. Mit ein wenig Glück bekommt man hier sowohl Störche, Ibisse, Enten, Reiher und Blässhühner, aber auch Otter, Alligatoren, Affen, Schlangen, Hirsche oder Emus zu Gesicht. Das Pantanal kennt zwei unterschiedliche Jahreszeiten: die Trockenzeit von Juli bis Oktober, in der die Vögel der Region brüten und nisten, und die Regenzeit von Dezember bis März, in der alles überflutet wird und zu neuem Leben erwacht. Die Temperaturen können von Jahreszeit zu Jahreszeit zwischen 7º und 40º Celsius schwanken. Das Pantanal ist die Heimat vieler Indianerstämme, deren Gebiete von der Regierung zu Reservaten ausgeschrieben wurden. Vor allem im südlichen Teil des Pantanals werden zahlreiche Aktivitäten wie Fischen, Rafting, Schnorcheln im glasklaren Wasser, Ausritte, Wanderungen und Mountainbiketouren angeboten.
Außerdem kann man hier die berühmte Gruta do Lago Azul besichtigen, eine wunderschöne Tropfsteinhöhle, in der sich ein tiefblauer See befindet. In diesem spärlich besiedelten Gebiet liegt auch Brasilia, die Hauptstadt des Landes. Gerade einmal 50 Jahre alt, ist Brasilia wohl die interessanteste geplante Stadt der Welt. Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Hauptstadt ist ihre Kathedrale, doch auch das Nationaltheater, das Parlamentsgebäude und andere Kirchen sind einen Besuch wert.

Sie möchten mehr über Brasilien, seine Geschichte, Geographie und Einwohner erfahren?
Klicken Sie hier: Informationen zu Brasilien.

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