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Geographisch lässt sich Peru in drei Regionen unterteilen: die Küste, die Sierra und den Regenwald. Jede hat ihren eigenen Reiz und lockt mit unterschiedlichsten Atrraktionen.

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Die Küste

Peru - Reserva Nacional de Paracas
© Victor Villanueva PromPeru

An der Küste, die nur etwa 11% des Staatsgebietes ausmacht, wo jedoch über die Hälfte der Bevölkerung lebt, finden sich auf einer Länge von circa 3.000 Kilometern Wüsten, endlose Strände und fruchtbare Täler. Im Norden der Küstenregion ist das Klima ganzjährig sonnig, in den zentralen und südlichen Regionen ist es gemäßigt trocken und häufig ist die Küste in dichte Nebelschwaden gehüllt.

Wenn man die Küste Perus von Norden nach Süden bereist, sollte man sich folgende Orte nicht entgehen lassen: den Anfang macht die Stadt Chiclayo. Sie ist der perfekte Ausgangspunkt für einen Besuch der spektakulären Pyramiden von Túcume. Die Pyramiden erstrecken sich über eine Fläche von fast 220 Hektar, und hier befindet sich auch die größte Pyramide der Welt.
Nicht weit entfernt, in Lambayeque, werden im Museum der „Königlichen Gräber von Sipán“ die Schätze aus der Grabstätte des Herrschers von Sipán ausgestellt. Die Gold- und Muschelfunde sind enorm wertvoll und von unvorstellbarer Schönheit.
Südlich hiervon liegt Trujillo, eine Stadt, in der wunderschöne Bauwerke aus der Kolonialzeit, Monumente aus der Zeit vor der Kolonisation und moderne Elemente der Baukunst aufeinander treffen. Außerdem befindet sich ganz in der Nähe der Stadt der Komplex von Chan Chan, die größte Lehmstadt der Welt.
Die wichtigste und schönste Küstenstadt Perus ist Lima, die Hauptstadt des Landes und auch „Stadt der Könige“ genannt. Die Kathedrale und das Kloster von San Francisco sind nur zwei der vielen barocken Kunstwerke, die man hier findet. Ferner gibt es eine Vielzahl von beeindruckenden Museen, die unglaubliche Schätze, nicht nur aus Gold und Silber, beherbergen. Außerdem gilt Lima als die „amerikanische Gourmethauptstadt“.
An das Departement von Lima schließt sich direkt das von Ica an, in dessen gleichnamiger Hauptstadt man die besten Weine und Traubenschnäpse des Landes genießen und zahlreiche Kellereien besuchen kann. Hier liegt auch der Nationalpark „Reserva Nacional de Paracas“, an dessen Küste man Seelöwen, Flamingos und Humboldtpinguine beobachten kann. In diesem Departement befinden sich auch die geheimnisvollen Linien von Nasca, die den Forschern bis heute Rätsel aufgeben. Es sind Scharrlinien im Boden, die teilweise über 300 Meter lang sind, sich auf einer Fläche von 450km² erstrecken und sich daher nur aus der Luft betrachtet zu Tieren, Pflanzen und anderen Figuren formen.
Außerordentlich vielfältig ist die Landschaft um Arequipa, fast ganz im Süden des Landes. Die Stadt selbst ist zum größten Teil aus weißem Sillar-Gestein erbaut, dem sie ihren Beinamen „Weiße Stadt“ verdankt. Das Stadtzentrum ist voll von herrlichen, antiken Villen und prächtigen Gebäuden mit unzähligen Bögen, Kuppeln und Fassaden aus dem weißen Vulkangestein. Die komplette Stadt wird dominiert von dem schneebedeckten Vulkan Misti, der über ihr thront. Daneben befindet sich der fruchtbare Colca-Canyon, der zu den tiefsten Schluchten der Welt zählt und von daher auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

Die Sierra

Peru - Huascaran
© Carlos Sala PromPeru

Die Sierra wird geprägt von den Anden, die sie auf ganzer Länge durchziehen und dabei teilweise eine Höhe von knapp 6.800 Metern erreichen. Sie bedeckt ein Drittel des Landes und beherbergt etwas über ein Drittel der Bevölkerung. Das Klima hier ist trocken gemäßigt, jedoch sind die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sehr hoch, sie gehen von 20 Grad bis nur 2 Grad.

Die Sierra beginnt im Norden mit der recht unbekannten, aber faszinierenden Gegend um die Stadt Chachapoyas: in den Tälern rund um die Stadt herum findet man hunderte von archäologischen Sehenswürdigkeiten, von denen vor allem die Mausoleen und Grabstätten besonders prächtig und beeindruckend sind.
Die spektakulärsten Ausblicke kann man im Departement von Huaraz genießen. Hier, in der Cordillera Blanca, gibt es mehr als 30 Berge, die über 6000 Meter hoch sind, darunter mit 6.768 Metern der höchste Berg des Landes, der Huascarán. Diese Gegend ist ein wahres Paradies für Abenteurer und bietet zahlreiche Aktivitäten wie Trekkingtouren, Wildwasserrafting, Paragliding oder Klettern an den steilen Felswänden der riesigen Berge.
Ein wahres Juwel und einer der bezauberndsten Orte Perus ist die Stadt Cusco, die ehemalige Hauptstadt des gesamten Inka-Reiches. In dieser Stadt ist die Geschichte des Landes allgegenwärtig und wird unter anderem von den einmaligen Bauwerken wie dem prächtigen Dom, den zahlreichen Kirchen und unzähligen Inka-Ruinen erzählt. Besonders schön ist diese Stadt, wenn sie des Nachts in ein sanft-gelbes Licht getaucht wird und Einheimische und Besucher gleichermaßen mit ihrer unglaublichen Schönheit immer wieder aufs Neue verzaubert.
Ganz im Südosten des Landes liegt die Stadt Puno, direkt am Titicaca-See, dem höchstgelegenen schiffbaren See der Welt, dessen Blau mit dem Blau des Himmels wetteifert. Die Stadt selbst gilt als die Hauptstadt der peruanischen Folklore und so finden beinahe täglich Feste mit Tänzen in bunten Trachten und herrlichen Kostümen zu traditioneller Musik statt.

Der Regenwald

Peru - Machu Picchu
© Carlos Sala PromPeru

Der Regenwald nimmt weit mehr als die Hälfte des Staatsgebietes ein, doch nur gut ein Zehntel der Peruaner ist hier zu Hause. Eine unglaubliche Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen lebt und gedeiht hier in den größten Naturschutzgebieten des Landes bei tropisch feuchtem Klima. Hier verläuft auch der längste Fluss der Welt, der Amazonas.
Die größte Stadt, die an dessen Flusslauf liegt, ist Iquitos. Sie ist umgeben von Flussarmen und endlosen grünen Wäldern, und daher nur mit dem Boot oder aus der Luft zu erreichen. Mit ihren eleganten Villen und gekachelten Gebäuden hat diese Stadt ihren ganz eigenen Charme. Das Land strotzt hier förmlich vor Leben und Vielfalt.
Im Südosten Perus befindet sich der Nationalpark „Parque Nacional del Manu“, der wirklich ein wahres Paradies ist. Er bietet über 800 Vogelarten und etwa 200 Säugetierarten ein Zuhause, von denen viele anderswo vom Aussterben bedroht sind. Auch die Pflanzenwelt hier ist einmalig und könnte nicht vielfältiger sein.
Was natürlich auf keiner Perureise fehlen darf, ist die Inkastadt Machu Picchu im Süden des Landes: Tausende von Jahren hinter dichtem, schier undurchdringlichem Urwald verborgen, wurde diese geheimnisumwobene, legendäre Stätte erst 1911 entdeckt, und an jeder Ecke kann man hier noch den Zauber und den Mythos vergangener Zeiten spüren. Die Schönheit und Präzision ihrer perfekten Architektur zieht jeden Besucher sofort in ihren Bann. Kein Wunder also, dass dieser einzigartige Ort zu einem der sieben Weltwunder der Neuzeit gewählt wurde.

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