Länderinfo Bolivien
Bolivien - benannt nach Simón Bolívar – ist neben Paraguay das einzige Land in Südamerika ohne Küste. Außerdem liegen hier einige der höchsten Erhebungen des Kontinents. Prägend für die Geografie des Landes ist eine Hochebene der Anden, das Altiplano, und der Titicacasee, der der größte See Südamerikas und gleichzeitig auch der höchste noch schiffbare See der Welt ist. Die Anden ziehen sich in zwei parallelen Gebirgszügen durch Bolivien und teilen es in seine geografischen Zonen ein.
Gebirge und Altiplano

© Hans Lobensommer
Viele der Andengipfel sind über 6000m hoch und stark vergletschert. In einem der Talkessel der Anden liegt der Regierungssitz Boliviens, La Paz. Einen besonders wichtigen Platz im kulturellen Leben von La Paz nimmt die Folklore ein: Bolivianische Tänze gibt es nicht nur bei den zahlreichen Folklore-Umzügen, sondern auch regelmäßig im Teatro Municipal oder in der Casa de la Cultura zu sehen.
Das Altiplano ist eine Hochebene zwischen den beiden Gebirgsketten, in die sich die Anden in Bolivien aufspalten, die Cordillera Occidental und die Cordillera Oriental. Die weitgehend unfruchtbare Hochebene nimmt ca. ein Drittel der bolivianischen Landesfläche ein. Hier leben etwa 70% der Bevölkerung des Landes. Als Überbleibsel eiszeitlicher Seen existieren auf dem Altiplano mehrere Salzebenen, die größte und bekannteste ist der Salar de Uyuni. Die teilweise bis zu 30m dicke Salzschicht ist in der Trockenzeit hart genug, um von Bussen und LKWs befahren zu werden. Hier kann man sogar in einem komplett aus Salz erbauten Hotel übernachten.
Im Norden des Altiplano auf 3810m Höhe liegt der Titicacasee, der zum Teil in Bolivien und zum Teil in Peru liegt und neben dem Salar de Uyuni der Touristenmagnet Boliviens ist. Der See wirkt als großer Wärmespeicher, sodass der landschaftliche Anbau von Kartoffeln, Gerste, Quinoa und Mais möglich ist. Die Region am Titicacasee gilt sogar als Ursprungsland des Kartoffelanbaus. Bekannt und einen Besuch wert sind die beiden im See liegenden heiligen Inseln Isla del Sol und Isla de la Luna. Der Legende nach wurden auf der Isla del Sol die beiden ersten Inkas erschaffen. Auf beiden Inseln kann man uralte Ruinen besichtigen.
Yungas

© Hans Lobensommer
Im Nordosten von La Paz liegen die halbtropischen Yungas, eine der spektakulärsten Landschaften Perus. Der Name „Yungas“ kommt aus dem Aymara und bedeutet „warme Täler“. Sie bilden den Übergang zwischen dem Hochland der Anden und dem tropischen Tiefland. Aufgrund des milden Klimas gedeihen hier Obst, Kaffe und Kokablätter. Reiche Vegetation bedeckt die steilen Hänge der Täler.
Spektakulär ist eine Wanderung oder eine Fahrt von La Paz nach Coroico. Auf nur 60km werden 3000 Höhenmeter überwunden und fast alle Klimazonen Südamerikas durchquert. Berühmt ist die – neben der gut ausgebauten neuen Trasse – alte Verbindung, die auch „Death Road“ genannt wird, die – angeblich – tödlichste Straße der Welt.
In dieser Region liegen zwei der wichtigsten Städte Boliviens, Cochabamba und Sucre, deren historische Altstadt zu einem Bummel einlädt.
Llanos

© Pattroen / flickr.com
Die Region der tropischen Tiefländer umfasst fast zwei Drittel der Fläche Boliviens und liegt nördlich und östlich der Anden. Sie ist recht spärlich besiedelt, umfasst aber 21 Nationalparks. Einer davon, Noel Kempff Mercado, wurde von der UNESCO als Weltnaturerbe aufgenommen und inspirierte Sir Arthur Conan Doyle zu seinem Roman „The lost world“.
Der nördliche Teil ist mit tropischem Regenwald bedeckt und gehört zum Amazonasbecken. Hier findet man die meisten wichtigen bolivianischen Flüsse, von denen ein Teil in den Amazonas mündet. Der Regenwald bietet einen unermesslichen Reichtum an Fauna und Flora.
Der zentrale Teil der Tiefländer ist trockener als der nördliche, so dass hier Landwirtschaft möglich ist. Hier liegt Santa Cruz, die größte Stadt der Tiefländer, die als die architektonisch modernste, wirtschaftlich dynamischste und wohlhabendste Stadt Boliviens gilt.
Der südöstliche Teil wiederum ist eine Fortsetzung des Gran Chaco in Paraguay. Den größten Teil des Jahres ist dieses Savannengebiet weitestgehend trocken, für drei Monate verwandelt es sich aber nach starken Regenfällen in ein Sumpfgebiet.
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Reisefeedbacks Bolivien
Wir waren insgesamt mit dem Angebot und der Organisation von Southern Sky Tours hoch zufrieden, haben Ihre Adresse auch mehrfach weitergegeben. Sowohl die Betreuung in Sucre als auch insbesondere auf der Altiplano/Salzwüsten-Tour war sehr gut.... weiterlesen
